27.3. Deutschland hat CO2 Budget ausgeschöpft

Administrator (Reinhard_de) on 27.03.2024

Leider gibt es wieder einmal schlechte Nachrichten zur Klimakrise: Deutschland hat sein CO2-Budget längst aufgebraucht. Es gibt nur noch einen Weg: Die Emissionen müssen schnellstmöglich gesenkt werden.

Leider gibt es wieder einmal schlechte Nachrichten zur Klimakrise: Deutschland hat sein CO2-Budget längst aufgebraucht. Es gibt nur noch einen Weg: Die Emissionen müssen schnellstmöglich gesenkt werden.

"Die Re­gie­rungs­be­ra­te­r*in­nen von Deutschlands Sachverständigenrat für Umweltfragen haben ihre Berechnung zum CO₂-Budget aktualisiert. Ähnlich wie bei einem finanziellen Budget geht es dabei darum, wie viel zur Verfügung steht – nur eben nicht an Geld, sondern an CO₂-Ausstoß.

Das Ergebnis: Es ist nichts mehr übrig, und zwar schon seit Anfang 2023. Dabei haben die Wis­sen­schaft­le­r*in­nen erstens angenommen, dass die Welt das geschlossene Paris-Abkommen auch tatsächlich erfüllen und damit die Erderhitzung einigermaßen sicher bei 1,5 Grad stoppen will. Und zweitens gestehen die Ex­per­t*in­nen jedem Menschen auf der Welt dieselbe Menge Treibhausgas zu.

Aber Deutschland hat natürlich nicht Anfang 2023 mit dem Treibhausgasausstoß aufgehört und wird das auch jetzt nicht tun, kann es auch gar nicht ad hoc. Im vergangenen Jahr wurden 673 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen – das sind immerhin deutlich weniger als im Jahr zuvor. Es erscheint auch endlich im Rahmen des Möglichen, dass Deutschland seine eigenen Klimaziele für das laufende Jahrzehnt erreicht. Im Jahr 2030 sollen die Emissionen demnach um 65 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen. Das wäre schon mal ein echter Fortschritt. Aber leider hat sich Deutschland eben Ziele gesetzt, die hinter dem zurückbleiben, was aus internationaler Sicht fair wäre."

Direkt zum Artikel bei SOLARSERVER: Deutschland hat CO2-Budget aufgebraucht

... und zur aktuellen Studie beim Sachverständigenrat für Umweltfragen.

 

Grafik zu CO2-Budgets und Verlauf der jährlichen und kumulativen Emissionen

"Die Abbildung veranschaulicht den Zusammenhang zwischen historischen bzw. aus dem KSG abgeleiteten künftigen CO2-Emissionen (dicke blaue Linie und eingefärbte Streifen bzw. Balken), kumulativen CO2-Emissionen (schwarze Linie) und den verschiedenen CO2-Budgets (Balken). Die gepunkteten Linien, die den rechten und linken Teil der Abbildung verbinden, verdeutlichen, wann die jeweiligen Budgets überschritten wurden oder gemäß dem dargestellten KSG-Pfad überschritten werden. Da sich die dargestellten Budgets auf zwei verschiedene Basisjahre beziehen, sind rechts zwei entsprechende y-Achsen angelegt und die Budgets mit Basisjahr 2016 „schweben“ auf Höhe der Nulllinie der zugehörigen rechten y-Achse. Bei Berücksichtigung der historischen kumulativen Emissionen von 1992 bis einschließlich 2015 (unterer Teil des schwarz umrandeten Balkens) lassen sich die Budgets mit den verschiedenen Basisjahren direkt miteinander vergleichen. Die Budget-Balken sind entsprechend der links abgebildeten Farbskala so ausgefüllt, dass die darin gestapelten kleinen Balken farblich und in ihrer Höhe den historischen Emissionen entsprechen, die im jeweiligen Budget enthalten waren oder noch sind. Dargestellt sind außerdem die historischen und gemäß KSG-Pfad verlaufenden künftigen Treibhausgas-(THG-)Emissionen (dünne blaue Linie) sowie gemäß dem „Mit-Maßnahmen-Szenario“ (MMS) des aktuellen Projektionsberichts für Deutschland (kleine blaue Marker)1. Alle dargestellten Daten zu CO2- und THG-Emissionen schließen Emissionen bzw. Senken im LULUCF-Sektor ein."

 

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